Ich wollte heute ein Gedicht posten, dass mir sehr geholfen hat. Vielleicht kennt ihr den Film Invictus, daher kenne ich es. Es geht darum, dass das Allerwichtigste die eigene Willensstaerke ist, so sehe ich es fuer mich zumindest. Mir hilft es heute immer noch in schwierigen Situationen oder im alltaeglichen, kleinkraemlichen Aerger mein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Ich will nie wieder so weit gehen, dass ich mich "einfach so" mit Essen vollstopfe, bis es schmerzt und dann wie ein Zombie zur Toilette laufe und mir dort die Finger in den Hals stecke. Ich will nie wieder mein eigenes Opfer sein und gleichzeitig abhaengig von diesem Ess-/Brechrythmus sein. So gross die Versuchung oft sein mag, ich will es einfach nie wieder, weil es mir trotz allen Nervenzusammenbruechen besser geht als vor einem Jahr.
Und hier das Gedicht:
Invictus (Unbezwungen)
William Ernest Hembley
Aus dieser Nacht, die mich umhüllt,
von Pol zu Pol schwarz wie das Grab,
dank ich welch immer Gottes Bild
die unbezwung'ne Seel mir gab.
Wenn grausam war des Lebens Fahrt,
habt ihr nie zucken, schrein mich sehn!
Des Schicksals Knüppel schlug mich hart -
mein blut'ger Kopf blieb aufrecht stehn!
Ob zornerfüllt, ob tränenvoll,
ob Jenseitsschrecken schon begann:
das Grauen meines Alters soll
mich furchtlos finden, jetzt und dann.
Was kümmert's, daß der Himmel fern
und daß von Straf' mein Buch erzähl',
ICH bin der Herr von meinem Stern,
ICH bin der Meister meiner Seel'!
| Eine Eiche als Symbol der Kraft |
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