Sonntag, 11. Dezember 2011

235. tag

Und heute sind es 160 Tage. Inzwischen vergesse ich zu zaehlen, weil es schon so routiniert ist =)
Die letzten Tage sind weiterhin gut gelaufen. Ich mache nichts fuer mein Studium, sondern geniesse die zeit mit Freund und Freunden und backe meine Weihnachtsgeschenke.
Eine Sache, die mich ueberrascht hat, war die E-mail meiner Therapeutin. Sie hat mir geschrieben, um zu Fragen, ob es mir immernoch gut geht und, wenn ja, ob ich bereit waere, ein Abschieds-Gespraech zu haben. Bam! Das haette ich nicht gedacht. Wie ich es schon geschrieben habe, faellt mir die "Trennung" von der Bulimie schwer. Ich kann es immernoch nicht glauben, dass ich ein fuer alle Male geheilt sein koennte und warte auf den Rueckfall, der mich tausend Schritte zuruecklaufen laesst. Ich halte tagtaeglich, inzwischen fast problemlos durch, aber ich kann es nicht fassen, dass das alles ein Ende nehmen koennte. Als ob ich trotzdem noch abhaengig waere.
Ich habe mich nicht getraut, ihr zu schreiben, dass ich ein Abschieds-Gespraech moechte. Sehr vorsichtig habe ich erwaehnt, dass es gut geht, aber, dass ich mich noch nicht geheilt fuehle.
Was stimmt jetzt? Ich zaehle weiterhin jeden Tag Kalorien. Wenn es zuviele sind, finde ich es nicht schlimm, ich weiss, dass ich sie wieder loswerde. Aber ein ganzen Essen zu geniessen, ohne mitzuzaehlen ich fuer mich seltsam. Aber heisst das, dass ich nicht geheilt bin? Gibt es nicht tausende von Frauen, die das auch machen, aber trotzdem keine Bulimie haben?
Bin ich bereit, alles essgestoerte aufzugeben? Und was, wenn ich es einfach probiere?
Challenge accepted! Ab jetzt zaehle ich auch die Tage, an denen ich keine Kalorien zaehle (ironisch, denn jetzt zaehle ich etwas anderes, vielleicht ist es einfach meine Macke...).


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