Samstag, 3. September 2011

140. tag

Gestern habe ich die 60 Tage geschafft! Jedesmal verlaengere ich meine Grenze: erstaml wollte ich 20, dann 30, dann 40 usw. Tage schaffen. Heute spuere ich wirklich, wie ich an meine eigenen Grenzen komme. Beim Einkaufen habe ich mir lustvoll viele Sachen angeschaut, die ich fuer einen Essanfall gekauft haette. Und ich spuere die Lust, mich mit Suessigkeiten und Kuchen vollzustopfen.
Dass mein Freund zu Mittag fertigen Milchreis und Eis gegessen hat, hilft auch nicht. Es macht mich wuetend und einigermassen neidisch: ich goenne mir zur Zeit zwar viel (normales Essverhalten), aber, wenn ich ein Eis esse, dann reicht es fuer mich. Nicht, weil ich genug davon hatte, sondern, weil ich die Konsequenzen kenne. Und ihm ist das alles einfach egal, der Rest der Welt hat sich anzupassen, soll sein Verhalten akzeptieren oder ihn in Ruhe lassen. Und manchmal waere ich gerne so wie er, glaube ich. Denn, wieso muss ich sonst immer so reagieren?

wird mich DAS gluecklicher machen, nachdem ich es gegessen habe???


Ich habe mir meine Statistik angeschaut. Viele Besucher stossen auf meinen Blog, nachdem sie folgenden Suchbegriffe eingegeben haben (das sind die frequentesten Begriffe):
- louwillbefree: das heisst fuer mich, dass mehrere Menschen zumindest schon mit dieser Seite vertraut sind. Eine Aufmunterung fuer mich, weiterzumachen, wenn es andere interessiert und eventuell ermutigt!
- schwere bulimie: heisst das, es gibt Menschen, die glauben, sie haetten den tiefsten Punkt ihrer Krankheit erreicht? Wann ist Bulimie "nicht schwer"?
- alleine gegen die bulimie: dieser Begriff kommt so oft vor, dass es mich fast wuetend macht. Einerseits, weil unsere Gesellschaft den Kranken noch zu oft die Schuld gibt, die eine immense Scham entwickeln. Andererseits, dass die Kranken selber nicht den Mut haben, sich zu melden, um Hilfe zu suchen. Dutzende Menschen haben meinen Blog gelesen und haben sich dann vielleicht wieder in ihre dunkle Ecke verkrochen?

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